Archive for August, 2010

Greenpeace verklagt Bundeswirtschaftsminister


27 Aug

Und ja, wieder einmal geht es um Atomkraft. Ich habe mich ja schon beim letzten mal beschwert, dass dieses Thema in Deutschland wohl wie vom Tisch kommen wird. Nun allerdings hat unsere Regierung offensichtlich einen Fehler begangen, der einen Wandel in der Debatte herbeiführen kann.

Jeder kennt Greenpeace von zahlreichen Aktionen zum Schutz unserer Erde. Sei es die Verhinderung des Walfangs oder Proteste gegen Atomkraft. Nun konnte dank der Organisation ein echter Skandal in der deutschen Politik aufgedeckt werden. Unser Bundeswirtschaftsminister Rainer Brüderle hat kürzlich der EU-Kommission einen wichtigen Bericht zur Atomstromversorgung unterschlagen. Zum Glück gibt es also Greenpeace, denen so etwas dann auffällt. Prompt haben die Jungs und Mädels Klage beim Berliner Landgericht eingereicht, um unseren Minister zur Herausgabe der Dokumente zu verpflichte, so sueddeutsche.de

Das passt gerade alles prima zur neu wieder aufgeflammten Diskussion um die Laufzeitverlängerung der Atomkraftwerke, für die unsere Kanzlerin ja schon ordentlich Gegenwind von der SPD bekommen hat. 8Ich habe darüber berichtet)Greenpeace vermutet, dass der Bericht nachweist, dass Atomkraft heute nicht mehr gebraucht werde. Wenn das tatsächlich stimmt, dann ist das natürlich ein riesen Skandal und Vertuschungsversuch, der rechtlich geahndet werden muss. Ich glaube ja schon länger daran, dass Atomkraft nicht mehr gebraucht wird, wie ich schon in meinem letzten Post berichtet habe. Und die Aktion des Bundeswirtschaftsministers passt nur zu gut in das momentane Schema unserer Regierung. Vielleicht schaufeln sie sich ja mit solchen Aktionen endlich ihr eigenes Grab und wir haben doch noch eine Chance, unser Leben auf ökologischem Wege weiterzuführen.

Atomwahnsinn findet kein Ende: Gabriel wirft Merkel Verfassungsbruch vor


27 Aug

Und wieder einmal muss ich mich mit dem leidigen Atomkaftthema auseinandersetzen. Wie oft hat man uns nun schon den endgültigen Ausstieg versprochen? Und wie oft wurde die Deadline verschoben? Es ist wirklich grotesk, dass ein so gefährlicher Wirtschaftszweig immer und immer weiter betrieben wird, obwohl wir schon bald ganz ohne Atomstrom auskommen werden. Und dennoch hat Kanzlerin Merkel erneut die Verhandlungen zur Verlängerung der Laufzeiten der Atomkraftwerke aufgenommen. Und wurde natürlich und absolut zu recht von SPD-Chef Sigmar Gabriel dafür kritisiert. Nicht nur, dass sie bei den Verhandlungen den Bundesumweltminister Röttgen ausschließe, sie beabsichtige auch noch „einen schmutzigen Deal mit der Atomwirtschaft: Sie will die Sicherheit deutscher Kernkraftwerke gegen ein bisschen Haushalts-Geld verkaufen.“ Er wirft ihr zudem einen Verfassungsbruch vor, weil sie zu viel allein entscheidet und den deal ohne ein vom Bundestag verabschiedetes Gesetz abschließen möchte.

Man könnte über diesem politischen Kleinkrieg hinweg fast vergessen, um was für ein wichtiges Thema es hierbei geht. Anstatt alle Kraft in die dauerhafte Versorgung mit regenerativen Energien zu stecken, sucht unsere Kanzlerin lieber den Weg des geringsten Widerstandes und saniert Atomkraftwerke!!! Dass diese Sanierung und auch die der Endlagerstätten auch 10 Milliarden Euro kostet (so Gabriel in seinem Interview mit der Leipziger Volkszeitung), scheint unsere Kanzlerin zu übersehen.

Nun will die SPD vor das Bundesverfassungsgericht ziehen, um den Atomwahnsinn zu stoppen. Ich kann nur hoffen, dass dieser Schritt endlich einmal etwas bringt und wir nicht weiterhin mit der Gefahr leben müssen, dass jeden Moment ein Kraftwerk explodiert und unsere Erde dauerhaft verseucht. Ich meine, wir haben ja gerade erst bei den Bränden in Russland gesehen, wie lange so ein Reaktorunglück nachwirken kann, wenn selbst 30 Jahre später noch immer radioaktiv verseuchte Wälder existieren.

weil es mir so wichtig ist…


26 Aug

…möchte ich am Anfang über erneuerbare Energien sprechen.

Umweltschonende Stromgewinnung ist ein bedeutsames Thema in Deutschland. Kaum ein anderer Staat der Welt bemüht sich so sehr um die Einbindung regenerativer Energien in die herkömmliche Energieerzeugung. Damit ist unser Staat Vorreiter für ein Modell, das eine dauerhafte Stromversorgung garantiert und gleichzeitig auch noch die Umwelt schont.

Auf dieser Website kann man alles genau nachlesen. Ich werde deshalb hier nur eine kurze Zusammenfassung geben

Erneuerbare Energien sind:

a) Sonnenenergie: mit Hilfe von Solaranlagen kann die Energie der Sonnenstrahlung in Strom umgewandelt werden

b) Windenergie: jeder kennt die großen Windräder, die wie bei einem Fahrraddynamo die Windenergie in Strom umwandeln. Ich persönlich finde auch die Idee der Windparks im Wasser gut, weil sich an den Fundamenten gleichzeitig noch Riffe bilden können, also ein neues Ökosystem geschaffen wird.

c) Wasserkraft: um aus Wasser Strom zu machen ist meist der Bau eines Staudamms nötig, was natürlich sehr kostenaufwendig ist und einen großen Einschnitt in die Natur bedeutet. Anders ist das bei den neuen Gezeitenkraftwerken, die mit der Meeresströmung und Wellen arbeiten und so wesentlich umweltfreundlicher sind.

d) Bioenergie: diese Form der Energie wird aus nachwachsenden Rohstoffen wie Holz oder Pflanzen hergestellt. Weil aber auch wieder die Verbrennung notwendig ist, bei der schädliche Stoffe entstehen, halte ich nicht so viel von dieser Methode

e) Geothermie (Erdwärme): Geothermiekraftwerke arbeiten mit der in der Erdkruste gespeicherten Erdwärme und wandeln diese in Strom um.

Doch warum ist die Stromgewinnung mit Hilfe erneuerbarer Energien so wichtig?

Zwei Gründe habe ich ja schon genannt: erneuerbare Energien sind nachhaltiger als fossile, weil sie dauerhaft verfügbar sind. So werden unsere Ressourcen (allen voran natürlich Erdöl und -gas) geschont. Je schneller und intensiver wir also an der effektiven Nutzung erneuerbarer Energien arbeiten, desto unabhängiger sind wir von den uns zur Verfügung stehenden Rohstoffvorräten.

Außerdem schützen erneuerbare Energien die Umwelt. Im Vergleich zu Kraftwerken, die Kohle oder andere Rohstoffe verbrennen, entstehen bei der Gewinnung von Solarstrom z.B. kaum schädliche Treibhausgase (nur bei der Herstellung, weil ja teilweise Strom aus anderen Kraftwerken genutzt wird). Und im Vergleich zu Atomkraftwerken ist die Gefahr einer Großflächigen Verseuchung komplett gebannt. Ein weiterer, vor allem wirtschaftlich wichtiger Faktor ist die kostengünstige Gewinnung. Im Vergleich zu fossilen Energien müssen keine Gelder für den Abbau bezahlt werden. Sonnenenergie ist, genau wie Wind und Wasser praktisch ununterbrochen vorhanden. Somit entstehen nur Kosten für Bau und Wartung der Kraftwerke, die ja auch beim Bau eines Kohlekraftwerks z.B. entstehen.

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