Archive for September, 2010

beim Heizen sparen


27 Sep

Heute geht es weiter mit nützlichen Tipps zum Thema Energie sparen im Haushalt.  Im letzten Post habe ich mich ja nur dem Licht gewidmet. Nun möchte ich über das richtige Heizen und alles, was im Entfernten damit zu tun hat schreiben.

Die richtige Dämmung ist das A und O beim Energie sparen. Wer ein Haus baut, sollte penibel darauf achten, dass das Dämmmaterial lückenlos verarbeitet wird, um späterem Wärmeverlust vorzubeugen. Auch ein Kamin im Wohnzimmer ist eine gute Möglichkeit zum sparen. Wer kein Haus baut und in einer Wohnung wohnt, kann folgende Tipps beachten:

Wichtig ist, und das liegt eigentlich auf der Hand, dass man nur nach Bedarf Heizen sollte. Das bedeutet, dass man die Heizung, wenn man tagsüber nicht da ist oder in den Urlaub fährt, runter regelt, um Energie und Kosten zu sparen. Die Heizkörper müssen außerdem regelmäßig entlüftet werden, damit sie, wenn sie schon aufgedreht sind, auch richtig funktionieren. Man darf die Heizkörper auch nicht zustellen oder –hängen, weil sich die Wärme so nicht im Raum verbreiten kann und verloren geht. Wer lange Übergardinen hat muss darauf achten, dass diese immer hinter den Heizkörper gesteckt werden und diesen nicht verdecken, weil sonst die Wärme zum Fenster entweicht.

Beim Lüften ist zu beachten, dass man nur in Stößen lüftet, also kurz und mit vollständig geöffnetem Fenster. Optimal ist eine Lüftungsdauer von 10-15 Minuten. So entweicht wenig Wärme und die Luft im Raum wird trotzdem ausgetauscht.

Auch das Thema Duschen und Baden muss erwähnt werden. Baden verbraucht generell mehr Warmwasser als Duschen, aber ich verstehe schon, dass man (und ganz besonders frau) im Winter lieber badet. Beim Duschen kann man Energie sparen, indem man zum Beispiel das Wasser abdreht, während man sich die Haare wäscht oder einen Wassersparduschkopf kauft. Ich habe zum Beispiel das Wasser-Spar-Set gekauft. Das war nicht teuer und bringt wirklich viel.

Wie funktioniert eigentlich…


22 Sep

…ein Kernkraftwerk? Die Frage habe ich mir am Wochenende gestellt, weil ich mal wieder die Anti-Atomkraft-Demonstrationen mit verfolgt habe.

Bei einem Atomkraftwerk (AKW) wird Strom durch die kontrollierte Kernspaltung erzeugt, das heißt, dass schwere Atomkerne gespaltet werden, wobei Energie freigesetzt wird. Diese entstandene Bewegungsenergie wird dann abgebremst und somit in Wärmeenergie umgewandelt, welche dann wie in herkömmlichen Wärmekraftwerken umgesetzt wird.

AKW bei Nacht

Ein Kernkraftwerk funktioniert also in der Theorie nicht anders als andere Kraftwerke. Aber die AKWs sind im Vergleich zu anderen extrem ertragreich im Vergleich zum Kostenaufwand und das ist das ganze Problem.

Die großen Konzerne wollen ihre Kraftwerke nicht schließen (das zeigt ja der neue Atomkonsens), weil sie sehr ertragreich sind und vor allem, weil der Abbau und die Stilllegung eines AKW unendlich teuer und aufwändig sind, denn, und das vergessen viele, Atomkraftwerke sind extrem gefährlich. Vor allem die Reaktoren sind hoch radioaktiv belastet. Die Gefahr der Kraftwerke geht also nicht von ihnen selbst aus, sondern vom Material. Das ist eigentlich völlig logisch, aber ich möchte hier dennoch noch einmal darauf aufmerksam machen.

Für mich die größte Gefahr ist die Endlagerung. Ich glaube, dass AKWs inzwischen sehr sicher sind, und dass uns eher ein schlimmer Endlagerungsunfall ereilen wird als ein Reaktorunfall. Es weiß Nämlich niemand so wirklich, was mit dem Ganzen Atommüll passieren soll, den wir einfach wieder vergraben. Was, wenn zum Beispiel mal ein Schacht einbricht oder ein Castortransport brennt? Das sind unberechenbare Faktoren, die den Atomstrom so gefährlich machen und die wir auch nicht lösen, wenn wir unsere Kraftwerke abstellen. Das bedeutet nun natürlich nicht, dass ich gegen die Abschaltung bin, ich will damit nur sagen, dass wir den Wahnsinn damit noch nicht überstanden haben werden. Leider!

Bye, Bye Atomkonsens.


10 Sep

Zu schön war doch die Vorstellung, dass bald alle Atomkraftwerke in Deutschland die Tore schließen. Doch Dank unsererschwarz-gelben Regierung verlängert sich die Laufzeit nun nochmals um 12 Jahre.Um Gottes Willen! Das sage diesmal nicht nur ich. Die Gefahr vor unserer Haustür  bleibt also bestehen.

Dass das Ganze in der Bevölkerung auf wenig Zustimmung stößst, zeigen Websites wie diese:

http://www.avaaz.org/de/ausstieg_jetzt/

Wer also auch gegen Atomstrom ist, sollte sich hier eintragen und zumindest ein kleines Zeichen setzen. Doch warum will unsere Regierung die Laufzeiten eigentlich nochmals verlängern?

Fässer mit radioaktiven Stoffen

Schuld sind die großen Energiekonzerne, die ganz offensichtlich die wahren Drahtzieher in unserem Staat sind. Namentlich zu nennen sind da Eon, RWE, EnBW und Vattenfall, die so großen Druck auf die Regierung ausübten, dass diese nun nachgab und die Verlängerung für 12 Jahre beschloss und das, obwohl unser Umweltminister Norbert Röttgen von der CDU maximal 8 Jahre forderte.

Der Atomgipfel beschloss, dass der von der rot-grünen regierung geplante Ausstieg 2013 gekippt, und vor allem die 14 neueren Atomkraftwerke wesentlich länger in Betrieb beliben sollen. Dafür müssen die Stromkonzerne die Extragewinne aus den AKWs in erneuerbare Energien investieren, ein zu kleiner Trost, wie ich finde.

Ich frage mich da viel mehr, wer eigentlich an unsere Nachkommen denkt, die irgendwann mit einer unbeschreiblich großen Masse Atommüll kämpfen müssen? Der Begriff Zwischenlager impliziert ja schon, dass das nur eine Übergangslösung ist und die Endlagerstätten gehen uns langsam aus. Hier schlummert eine unglaubliche Gefahr direkt unter unseren Füßen.

“Bis einer schmilzt!” ist da wohl die Devise. Der letzt Reaktorunfall in Schweden ist gar nicht so lange her und ich habe das Gefühl, wir treiben das Spiel in Deutschland so lange auf die Spitze, bis wirklich etwas schlimmes passiert. Wieso nicht aussteigen, bevor uns eine Katastrophe ereilt? Frei nach dem Motto: noch ist alles gut! wird ohne zu zögern weiter Atomstrom und -müll produziert, ohne an die Konsequenzen zu denken, die uns weit über die Laufzeit der AKWs hinaus in Atem halten werden.

Auf dass die Sonne immer scheine…


09 Sep

Solarenergie ist die bereits am häufigsten von Privathaushalten genutzte Energieform zur Erzeugung von Strom.

Durch Kernfusion wird in der Sonne Energie erzeugt, die als elektromagnetische Strahlung in unsere Atmosphäre eindringt. Hier wird diese Energie entweder in Wärme umgewandelt oder für die Photosynthese der Pflanzen aufgebraucht. Unser Ökosystem ist stark von der Sonnenenergie abhängig. Nicht nur, dass die Wärme das Leben auf der erde überhaupt erst ermöglicht, durch die Sonne wird auch unser Wasserkreislauf reguliert und Wind entsteht.

Solarkollektor vor Kohlekraftwerk

Seit einigen Jahren wird die Sonnenenergie auch technisch genutzt, vor allem im Bereich der Energieversorgung.

So gibt es zum Beispiel Solarkollektoren, die Wärme erzeugen oder Sonnenwärmekraftwerke, die mit Wasserdampf und Wärme elektrischen Strom erzeugen. Auch im kleinen Rahmen kann Sonnenenergie bereits genutzt werden, zum Beispiel bei Solarkochern oder Solaröfen, die medizinisches Material sterilisieren.

Hier interessiert mich aber vor allem die Verwendung von Solarzellen, bzw Solarkollektoren. Im Unterschied zu anderen regenerativen Energien wird nicht Bewegung, also kinetische Energie zur Umwandlung genutzt, sondern die elektromagnetische Energie der Sonne selbst. Wie das im Einzelnen funktioniert möchte ich hier jetzt nicht erläutern, wichtig ist nur, dass diese Sonnenkollektoren immer kleiner und effektiver werden und somit ein großes Potenzial für die Zukunft besitzen.

Mich interessieren vielmehr die Vor- und Nachteile von Solarenergie.

Solarenergie ist praktisch immer verfügbar, klimaschonend und reduziert die CO2-Emission. Außerdem boomt der Industriezweig in Deutschland gerade, weil diese Form der Stromerzeugung auch sehr lukrativ ist. Dies sind natürlich alles Vorteile, die auch andere regenerative Energien haben, aber die Erzeugung von Strom durch Solarenergie ist auch zu Hause anwendbar. Ein Windrad oder Wasserkraftwerk kann man sich nicht auf dem Dach installieren lassen.

Allerdings kann natürlich nicht alles nur Vorteile mit sich bringen und so ist es auch bei Solarkraftwerken. Das Problem ist, un das liegt ja eigentlich auf der Hand, dass die Umsetzung von Energie stark vom Lichteinfall und der Tageszeit abhängig ist, Währen ein Wasserkraftwerk praktisch ohne Unterbrechungen durchlaufen kann, funktioniert ein Sonnenkollektor nur, wenn auch Licht da ist. Außerdem sind die Produktionskosten extrem hoch. So kostet der Strom aus einer Windkraftanlage durchschnittlich 6-8 Cent pro Kilowattstunde, bei Solarkollektoren liegt der Preis bei 40 Cent.

Wasser ist zum Waschen da


03 Sep

Energielieferant Wasser. Um meine Reihe zum Thema regenerative Energien fortzusetzen, werde ich mich heute mit Wasserkraft auseinandersetzen.  Wie schon beim Wind möchte ich wieder erst auf die Funktionsweise und dann auf Vor- und Nachteile eingehen.

Um ein Wasserkraftwerk in Betrieb zu nehmen muss ein Fluss mit Hilfe einer Staumauer oder eines Wehrs gestaut werden. Je mehr Wasser gestaut wird, desto höher ist letztendlich der Niveauunterschied und desto mehr Strom kann erzeugt werden.  Durch eine Schleuse wird das Wasser dann reguliert abgelassen. Das abgelassene Wasser wird über eine Turbine geleitet, die sich zu drehen beginnt und so einen Generator speist, der wiederum Strom erzeugt. Die mechanische Energie des Wassers wird also in elektrische  umgewandelt.

Kommen wir also zu den Vor- und Nachteilen.  Jeder weiß, dass das Anlegen von Talsperren und Stauseen große landschaftliche Veränderungen mit sich führt, die mitunter verheerende Auswirkungen haben können. Als Beispiele sind da nur der Assuan-Staudamm in Ägypten und der Drei-Schluchten-Staudamm am Jangtsekiang zu nennen.  In Ägypten verhindert der Staudamm die jährliche Überschwemmung des Nil, die regelmäßig fruchtbaren Nilschlamm anspülte und so eine  Landwirtschaft im Wüstenstaat ermöglichte und in China sind die  Langzeitfolgen noch nicht einmal absehbar, aber umweltforscher vermuten, dass der Damm sehr stark das Ökosystem beeinflusst.

Wenn man diese Schreckensmeldungen aus der Welt hört, fragt man sich natürlich, ob die gigantischen  Bauten wirklich einen Vorteil bringen.

Aus wirtschaftlicher Sicht schon, das kann man ganz klar sagen. Staudämme produzieren wesentlich mehr Strom als alle anderen Kraftwerke, die mit regenerativen Energien arbeiten.  Außerdem regulieren sie den Hochwasserhaushalt, was ja aber gerade Ägypten zum Verhängnis wurde und erleichtern die Schiffbarkeit von Flüssen.

Dennoch sind Staudämme ein enormer Eingriff in die Natur. Ansiedler müssen umgesiedelt  werde, ganze Ökosysteme geraten aus dem Gleichgewicht und, wie man kürzlich in China beobachten konnte: die Dämme sind auch ein großer Risikofaktor. Wenn sie brechen, können sie Millionen Menschen und auch Tiere obdachlos machen.

Wenngleich sie also die CO2-Emmission verringern, sind sie ökologisch dennoch untragbar.

der Wind, der Wind…


02 Sep

…das himmlische Kind.

Was aus Märchenbüchern bekannt ist, kann heute effektiv zu Stromerzeugung genutzt werden.

Familie mit Windmühlen

Ich habe mir überlegt, dass ich ab jetzt die einzelnen Arten regenerativer Energien etwas genauer unter die Lupe nehme, um Vor- und Nachteile besser darstellen zu können.

Zunächst aber erstma etwas zur Funktionsweise einer Windkraftanlage.

Eine Windkraftanlage, oder ein Windrad, wie man häufig sagt, wandelt die kinetische Energie des Windes in elektrische um und speist diese dann in das Stromnetz ein. Der Rotor, der aus Nabe und Rotorblättern besteht und die Gondel (beinhaltet den Generator) sind drehbar auf einem Turm befestigt. Wenn nun Wind weht, richtet sich das Windrad automatisch in Richtung des Windes aus, Die Rotorblätter sind so konzipiert, dass sie sich bewegen, sobald der Wind durch sie hindurchweht. Dadurch wird der Rotor in Bewegung gesetzt und diese Bewegungsenergie kann nun wieder vom Generator in elektrische Energie, und somit auch Strom, umgewandelt werden. Wie das nun im Detail funktioniert, kann ich leider auch nicht sagen, weil ich kein Physiker bin.

Windräder auf deutschen Feldern

Mir kommt es hier vor allem auf die Vor- und Nachteile solcher Anlagen an.

Wie mir neulich bekannt wurde, gibt es zahlreiche Diskussionen um die Gefährdung von Vögeln und Fledermäusen durch die Anlagen. Laut NABU verunglücken in Deutschland jährlich etwa 1000 Vögel durch Windkraftanlagen, was im Vergleich zu durch Straßen oder Stromleitungen verursachte Unglücke eine sehr geringe Zahl ist. das Problem ist allerdings, dass besonders etwas höher fliegende, seltene Greifvogelarten wie der Milan oder der Seeadler betroffen sind.

Zu Fledermäusen gibt es noch keine konkreten Zahlen, aber man vermutet, dass etwa 13 Arten gefährdet sind.

Sollten durch die Anlagen wirklich vermehrt Fledermäuse zu Schaden kommen, muss natürlich etwas dagegen getan werden, denn die Windkraftanlagen sind unheimlich Umweltfreundlich bei der Umsetzung von Energie. Einmal in Betrieb genommen, verursachen sie keinerlei Schadstoffemmision mehr und müssen theoretisch nur noch gewartet werden. Hinzu kommt, dass die Luft nicht, wie zum Beispiel Wasser, durch die Umwelzungsmaßnahmen verschmutzt wird. Und unter diesem Aspekt kann man über das Aussehen einmal hinwegsehen.

Um der ästhetischen Frage entgegen zu wirken, werden seit neustem auch Windkraftanlagen ins Meer gebaut. An Ihrem Sockel können dann sogar Riffe entstehen, man bietet der Natur also auch noch zusätzliche Entfaltungsmöglichkeiten.

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