Archive for Oktober, 2010

Strompreise steigen im nächsten Jahr


31 Okt

Die Überzeugung, dass erneuerbare Energien tatsächlich gut sind, stellt sich nur sehr langsam bei der Bevölkerung ein. Grund dafür könnten solche Meldungen wie die in der FAZ sein.

Beim Surfen bin ich heute auf einen Artikel gestoßen, der die Erhöhung der Strompreise prophezeit. Grund dafür, so schreibt die FAZ.NET seien die Mehrkosten, die durch die Einspeisung von regenerativen Energien entstehen.

Weil die Bundesregierung die Förderung erneuerbarer Energien erhöht hat, müssen künftig alle Verbraucher mit bis zu 10 Prozent teurerem Strom rechnen. Das ist natürlich eine Meldung, die die Sympathie gegenüber sauberem Strom nicht gerade steigen lässt. Aber man muss sich ja überlegen, dass der Anfang immer schwer ist und natürlich kann noch nicht alles gleich rund laufen. Wenn man versucht, kontinuierlich die herkömmlichen Methoden zur Stromgewinnung zu reduzieren und durch neue zu ersetzen, dann kann es eben auch zu Abstrichen kommen, die jeder von uns machen muss. Dafür schützen wir dann aber auch die Umwelt und das sollte die Mehrkosten eigentlich zum geringsten Problem machen. Wenn ich weiß, dass ich unserem Planeten damit helfe, dann zahle ich doch gern etwas mehr für meinen Strom, oder nicht?

Natürlich kann ich auch die verstehen, die sich den teuren Strom nicht leisten können, aber wie gesagt: die Auswirkungen des Billigstroms haben uns in eben diese schwierige Lage gebracht, dass wir jeden Tag Angst haben müssen, dass es uns oder unseren Planeten bald nicht mehr gibt.

Und deshalb kann ich es nur befürworten, wenn unsere Regierung die Förderung von erneuerbaren Energien um satte 70 Prozent erhöht. leider spreche ich dieser damit aber keine Amnesty aus, denn die Sache mit dem Atomkraftwerken kann ich trotzdem nicht für gut heißen. Irgendwie spielen Frau Merkel und ihr Anhang auf zwei Feldern gleichzeitig. Naja, mir ist wichtig, dass jeder weiß, dass der Preis für etwas sehr wichtiges manchmal auch hoch sein kann, man sich aber davon nicht einschüchtern lassen sollte.

Beruft sich Merkel auf die Simpsons?


26 Okt

Ich habe beim Durchstöbern des Internets ein sehr lustiges Wahlplakat gefunden. Zu sehen sind Angela Merkel und Montgomery Burns, der fiese Charakter der Kult-Serie “Die Simpsons“. Als Slogan kann man dann “Wir wählen die Atomkraft” lesen. Ich bezweifle zwar stark die Echtheit dieses Plakats, aber irgendwie fasziniert es mich.

Auch wenn es ein Fake ist, spricht es doch in etwa das aus, was unsere Regierung darstellt: eine absolute Lobby für Atomkonzerne. Ich hatte mich ja schon das ein oder andere Mal über Atomkraft und ähnliches Ausgelassen und finde einfach, dass dieses Plakat alles gut zusammenfasst. Wieso? Nun ja, wir haben auf der einen Seite die deutsche Kanzlerin, die sich in letzter Zeit des Öfteren für die Atomlobby stark gemacht hat und auf der anderen Seite die Comicfigur Mr. Burns, die jeder als skrupellosestes Mitglied eben dieser Lobby kennt. Wir haben also eine sehr gelungene Symbiose und ich glaube, beide würden sich sehr gut verstehen ;)

Die Simpsons sind moderne Satire in einem für einen Großteil der Bevölkerung und es ist sicher kein Zufall, dass ausgerechnet in dieser Serie die Atomkraft zu einer guten Sache stilisiert wird. Die Macher haben schon vor 20 Jahren erkannt, dass dieses Thema eine hohe Brisanz hat und in der Öffentlichkeit diskutiert werden muss. Und leider hat sich zu damals nicht viel geändert. Wieder und wieder kommt die Atomkraftdiskussion auf und wird wohl in den nächsten Jahren nicht aufhören.

Nun sind erneute Streiks gegen das Endlager in Gorleben geplant und ich bin gespannt, wie viele Menschen dieses Mal teilnehmen werden. Bewirken werden die Gegner zwar nicht viel, aber sie beziehen Stellung und das ist wichtig. Stellung gegen unsere Regierung, die Gorleben privatisieren will und sich somit der Verantwortung entzieht: zum Leidwesen der Bevölkerung.

Traurig aber wahr: die Simpsons sind aktuell wie nie zuvor.

doch nicht so sauber…


22 Okt

Atomstrom wird von den Großkonzernen in Deutschland sehr gern als besonders “sauber” eingestuft, um der eigentlich nur aus finanziellen Gründen verlängerten Laufzeit der Atomkraftwerke einen umweltbewussten Anstrich zu verleihen.

Nun haben sich die Reporter des ARD Magazins “Kontraste” einmal gefragt, wie sauber denn dieser Strom wirklich ist. Den Atomkraftwerken in Deutschland kann man da nicht viel nachweisen: die CO2 Emission ist gering und die Energiebilanz außergewöhnlich gut. Was dabei aber gern vergessen wird ist, dass ein Kernkraftwerk nur mit dem Rohstoff Uran betrieben werden kann, der für die Kernschmelze erforderlich ist. Zusammen mit einem nigerianischen Dokumentarfilmer haben sich die Reporter der ARD auf die Suche nach der Herkunft des Urans gemacht und erschreckendes herausgefunden.

Normalerweise schenke ich solchen Reportagen immer nur bedingt Glauben, aber dieses Mal habe ich auch selbst ein wenig recherchiert und bin auf zahlreiche weitere Artikel gestoßen, die die Entdeckungen der ARD bestätigen. Doch nun erst einmal zum Inhalt des Beitrags: Die ARD hat herausgefunden, dass der Rohstoff Uran in riesigen Mengen im afrikanischen Niger abgebaut wird und das zu haarstreubenden Bedingungen. Nicht nur, dass die Regierung der ehemaligen französischen Kolonie weite Teile des Landes an ausländische Investoren verscheuert, die dann alles auf der Suche nach Uran umpflügen, der Abbau geschieht auch noch ohne Einhaltung der erforderlichen Sicherheitsstandards.

Inzwischen wurden die Abbaugebiete sogar zur Sperrzone erklärt, weil sich der Radioaktive Staub unaufhaltsam ausbreitet. Die Anwohner der Regionen leiden häufiger unter Krebserkrankungen und haben eine selbst im afrikanischen Vergleich sehr geringe Lebenserwartung.

Auf Anfrage der ARD, ob auch deutsche Betreiber Uran aus dem Niger beziehen, konnten oder wollten sich weder Konzerne noch Regierung äußern. Hier zeigt sich wieder mal, wie uns Bürgern eine heile Welt vorgespielt wird. Von wegen sauberer Strom. Auch am Atomstrom klebt Blut und deshalb sollte dieser Wahnsinn langsam einmal beendet werden.

Gorleben lebt..


19 Okt

..leider, und das trotz zahlreicher Proteste in der Bevölkerung. Wie ich an dieser Stelle ja schon berichtet hatte, beschloss unsere Regierung die Laufzeitverlängerung der deutschen Atomkraftwerke. Schon bei Bekanntwerden des Beschlusses gab es Demos und Gegenwehr der Bürger. Nun ist es vor allem das Atommülllager in Gorleben, das die Aufmerksamkeit der Atomgegner weckt.

Nicht nur, dass das Lager privatisiert wird, es soll auch im November wieder neuer Müll eingelagert werden. Genau genommen am 6.11. An diesem Tag ist nun eine Großdemo geplant, die von der Partei Bündnis 90/Die Grünen tatkräftig unterstützt wird. An diesem Tag kommen voraussichtlich neue Castortransporte aus der französischen Wiederaufarbeitungsanlage La Hague, welche dann unter unserer Erde eingelagert werden und noch sehr lange hoch gefährlich radioaktiv strahlen. Natürlich ist das Lager niemals zu 100 Prozent sicher, auch wenn das von der Regierung gern behauptet wird und der Gedanke, dass sich jetzt nicht mehr die Regierung selbst, sondern Privatmenschen mit einem finanziellen Anliegen um die Anlage kümmern werden, bewegt mich dazu, an dieser Demo teilzunehmen.

Dank der Grünen Partei ist es auch kein Problem, aus allen Teilen der Republik anzureisen und sich anzuschließen. Auf ihrer Homepage bieten sie neben detaillierten Informationen zu der Großdemo auch einen Busservice ins niedersächsische Gorleben an. Man kann sich ganz einfach für einen Platz anmelden und wird dann mit vielen Gleichgesinnten zur Demo gefahren. Außerdem kann man sich auch selbst einbringen und unter der e-Mail Adresse anti-atom@gruene.de seine eigenen Vorschläge zur Demo einbringen.

Alles in allem also ein durchorganisiertes Event, das man als Bürger nicht verpassen sollte. Schließlich geht es hier um unsere Sicherheit und Zukunft. Ich freue mich über jeden, den ich dort treffe und der meine Meinung teilen kann.

bis dahin.

Augmented Reality


14 Okt

Augmented Reality ist eigentlich ein Thema, mit dem man sich nicht auf einem Energieblog auseinandersetzt, aber ich habe gestern durch Zufall eine interessante Seite gefunden, die sich mit Hilfe der neuen “erweiterten Realität” dem Thema regenerative Energien annähert.

Zunächst erst einmal: was ist eigentlich Augmented Reality? Laut Wikipedia ist die erweiterte Realität die “computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung”. Damit sind alle Sinne angesprochen, also alles, was ein Computer, Smartphone etc. zusätzlich zu unserer wahrgenommenen Realität erzeugen kann. Das klingt jetzt ganz schön kompliziert, ich gebe es zu. Vielleicht sollte ich lieber mal ein paar Beispiele nennen. Eine Smartphone App, die uns zu den Dingen in unserer unmittelbaren Umgebung einige Informationen gibt (man steht zum Beispiel in Paris und die App sagt uns, wo das nächste, gute Café ist), ist Augmented Reality. Oder eine Brille, die bereits bei Paketzustellern benutzt wird, zeigt an, wo sich das gesuchte Paket befindet, oder zu welchem Zusteller das Paket gehört, das der Mitarbeiter gerade in der Hand hat.

Nun bin ich wie gesagt gestern auf diese Website gestoßen: PlugIntoTheSmartGrid.com
Und der Name ist Programm. Wenn man sich ein Symbol heruntergeladen und ausgedruckt hat, kann man mit Hilfe seiner Webcam viele verrückte Dinge anstellen.

Hier zum Beispiel mal ein Video zum Thema Windkraft:

man kann dann auch noch auf andere regenerative Energieformen umschalten und erhält auf der Website noch zusätzliche Infos zum Thema CO2 Ausstoß, alles in kurzen, animierten Filmen dargestellt. Ich finde die Idee so gut, weil sie ein wichtiges Thema spielerisch vermittelt und so vielleicht schon Kinder an die Materie heranführt.

Schließlich kann man sich nie früh genug mit dem Thema Energie und Umwelt auseinandersetzen.

Hamburg als Vorreiter


07 Okt

bei Welt Online habe ich heute einen interessanten Artikel über erneuerbare Energien gelesen. Und zwar haben sich gestern in Hamburg 57 Männer und Frauen aus den Bereichen Wirtschaft und Wissenschaft getroffen, um den “Verein zur Förderung des Clusters Erneuerbare Energien Hamburg” (EEHH) in Leben zu rufen. Die Versammlung, welche vom Hamburger Senat unterstützt wird, hat es sich zum Ziel gemacht, Hamburg besser zu vernetzen (daher auch Förderung des Clusters), um gezielt Strom aus erneuerbaren Energien einzuschleusen.

Ein Cluster ist eine Vernetzung von Unternehmen, die sich auf eine gemeinsame Sache konzentriert haben, in diesem Falle eben das Einschleusen von erneuerbaren Energien. Vorsitzender des Vereins wurde Siemens AG Region Hanse Chef Michael Westhagemann uns auch die Geschäftsführer der Hamburg Energie GmbH wirken aktiv im Verein mit.

Besonders die Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt freute sich über das Vorzeigeprojekt ihrer Stadt. Sie versicherte ihr volle Unterstützung und gab zu erkennen, dass ihr der Verein auch persönlich am Herzen liegt.

Was mich aber besonders freut ist, dass auch eine Zusammenarbeit mit den Hamburger Hochschulen geplant ist. Ähnlich wie Ingenieursbüros und Finanzdienstleister sollen auch die Hochschulen am Projekt beteiligt werden. Dadurch können mehr innovative Ideen gefördert werden und Hamburg kann sich damit eventuell sogar einen Namen als Hochschulstandort machen (Hamburger Hochschulen waren ja nie wirklich angesehen) mir gefällt die Vernetzung verschiedener Bereiche, denen alles ein gemeinsamen Thema am Herzen liegt. Nur so kann wirklich etwas erreicht werden. Wenn jeder sein eigenes Ding macht, können sich regenerative Energien nicht so schnell durchsetzen.

ich hoffe wirklich, dass das Hamburger Projekt ein Erfolg wird und sich viele Städte die Hansemetropole zum Vorbild nehmen, damit wird bald komplett auf die herkömmlichen Energieformen wie Kohle und Atomenergie verzichten können.

Sparen beim Auto


01 Okt

Meine Haushaltstipps sind noch nicht vollständig erschöpft, denn man kann auch beim Autofahren sparen und das nicht zu knapp.

So verbraucht zum Beispiel ein kalter Motor wesentlich mehr Benzin als ein warm gelaufener. Das bedeutet, dass man auf kurzen Strecken sehr viel Benzin verbraucht. Deshalb ist es sinnvoll, mehrere kurze Strecken zu verbinden oder mit dem Rad zu fahren.

Auch eine unnötige Last kann den Sprittverbrauch erhöhen. Mit 100 Kilo Ladung verbraucht ein Auto einen halben Liter mehr Spritt auf 100 Kilometer. Das heißt also, dass man den Getränkekasten wohl besser gleich aus dem Wagen nimmt, bevor man ihn eine Woche lang spazieren fährt.

Auch der Reifendruck beeinflusst den Benzinverbrauch. Wer regelmäßig seine Reifen kontrolliert vermeidet zu große Abnutzung und übermäßigen Verbrauch.

Der offensichtlichste Sprittfresser ist wohl die Klimaanlage. Wenn man mit geöffnetem Fenster fährt, spart man über einen Liter auf 100 Kilometer, denn das ist der Verbrauch der Klimaanlage.

Häufig vergisst man, dass auch Bremsen, Anfahren und das Wechseln des Ganges enorm viel Benzin verbraucht. Deshalb ist es immer besser, vorrausschauend zu fahren und die Rushhour oder Ferienzeiten zu meiden, wenn es irgendwie möglich ist. Auch das beschleunigen an der grünen Ampel sollte deshalb nicht übertrieben werden: also keine Anfahrtsduelle mehr mit dem Auto auf der anderen Spur ;)

Wer viel fährt, sollte sich einen Diesel kaufen. Da sind zwar die Steuern höher, aber der Verbrauch niedriger. Das gleicht sich aber wie gesagt nur bei Vielfahrern wirklich aus. Sonst bringt es bei der momentan sehr geringen Differenz von Benzin zu Diesel nicht sehr viel.

Außerdem sollte man den Dachgepäckträger abmontieren, wenn man ihn nicht braucht und den Motor im Winter nicht warm laufen lassen. Das ist nicht nötig und schadet Umwelt und Geldbeutel.

Mit diesen Tipps sollte wirklich jeder Geld und Benzin sparen. Ich hoffe, es war hilfreich.

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