Archive for November, 2010

besonders im Winter…


30 Nov

…sollte man sich mit dem Thema Energie sparen auseinandersetzen. In der kalten und dunklen jahreszeit vergisst man gern einmal, wie wichtig es eigentlich ist, das Licht auch mal auszumachen.

Und dabei gilt: Man schützt nicht nur seinen eigenen Geldbeutel, wenn man Energie spart, sondern auch unseren Planeten. Deshalb möchte ich einfach mal ein paar Tipps festhalten heute zum Thema Licht.

Verschiedene Modelle von Energiesparlampen

Sparen kann man wirklich in fast allen Bereichen des Lebens, ob im Haushalt, auf Arbeit oder im Auto. Und dabei sollte man eben nicht nur an sich denken (also eben nicht im Urlaub die Heizungen auf 5 drehen oder das Licht unnötig brennen lassen, nur, weil man es nicht bezahlen muss oder, um den Hotelpreis auch voll auszuschöpfen) Und hier sind wir auch schon beim ersten Thema: Licht! Man hat ja schon viel gehört, also muss ich mich über Energiesparlampen gar nicht mehr auslassen (und ja, moderne Energiesparlampen sparen tatsächlich Strom)

Vor allem beim Neubau und der Wohnungssuche kann man mit dem Sparen beginnen. Man sollte sich Räume mit großen, gut gedämmten Fenstern suchen oder bauen, denn das Sonnenlicht ist die einfachste Möglichkeit, um Energie zu sparen.

Aber auch wenn man schon eine Wohnung hat kann man durch vernünftiges Platzieren von Lichtquellen Geld sparen. In einem großen Wohn- und Esszimmer bietet es sich zum Beispiel nicht an, eine große Lampe für den ganzen Raum zu kaufen, sonder man sollte 2-3 kleine Lampen kaufen, mit denen man dann die einzelnen Bereiche des Raumes beleuchten kann, je nach Bedarf. Also: eine Lampe für den Ess-, eine für den Wohnbereich und eventuell noch eine kleine, die man beim Fernsehen anschalten kann.

Stehlampe als Alternative zur Deckenlampe

Eine Sache wäre da noch. Halogenlampen sind keine Sparlampen! Das ist ein weit verbreiteter Irrglaube. Im Vergleich zu LEDs und Energiesparlampen sind Halogenlampen nämlich unglaubliche Stromfresser und sie haben auch eine weitaus kürzere Lebensdauer.

Ach und zum Schluss noch ein Tipp: Kerzen können auch sehr schön sein und die verbrauchen gar keinen Strom ;)

innovative Ideen


26 Nov

Gute Ideen zum Thema Energie müssen nicht immer aus der Wissenschaft kommen. Auch Designer haben sich dem Thema angenommen und jetzt eine geniale Idee zum Thema regenerative Energien gehabt.

Die haben einen Sonnenschirm mit Solarzellen entwickelt, der relativ große Mengen Strom erzeugen soll, um Terrassen und Cafés mit Strom zu versorgen. Leider ist weniger wahrscheinlich, dass dieser Schirm einmal in Serie produziert wird, weil die Anschaffung des Modells kaum erschwinglich sein wird.
Solarsonnenschirm
Anders ist das bei der Firma Kornaka. Die Designer der amerikanischen Firma haben jetzt einen Sonnenschirm entwickelt, auf dessen Schirm eine Strom erzeugende Plasitkfolie angeracht sind. Eine unglaublich geniale Idee, wie ich finde. Warum nicht die Sonne nutzen, die man sonst nur abschirmen möchte. Der neue Schirm soll, sollte er in Serie produziert werden, als Ladestation genutzt werden können, damit darunter sitzende ihre Handys, Laptops oder andere tragbare Geräte aufladen können. Mehr Energie wird der neue Schirm nicht produzieren, weil die Fläche nicht groß genug ist und die Folie auch nicht die effektivste Form der Stromerzeugung ist.
der neue Powerbrella
„Powerbrella“ ist der Name des neuen Geräts, das schon bald, so verspricht der Hersteller, als zusätzlicher Service in Cafés, Bars oder Hotels angeboten werden soll. Getestet wurde der Schirm bereits durch einige Physikstudenten der Uni Orlando, Florida, welche zu dem Ergebnis kamen, dass der Schirm durchaus praktisch ist.

Der Preis könnte natürlich ein Problem werden. Zu dem hat sich die Firma noch nicht geäußert, aber man kann davon ausgehen, dass der Powerbrella nicht das billigste Sonnenschirm Modell sein wird, das es auf dem Markt gibt. Sie haben aber ein Patent auf die Folie angemeldet und schon viele Ideen, wie die Erfindung noch angewendet werden kann. Zum Beispiel gibt es die Möglichkeit, die Folie aus Bushaltestellen anzubringen, um Wärme zu erzeugen oder eben auch Steckdosen zu betreiben. Ich bin gespannt auf die Entwicklung.

ok-power: Das Ökostrom Siegel


23 Nov

Spätestens nach der Atomdebatte entschließen sich immer mehr Kunden zu einem Wechsel zu Anbietern, die reinen Ökostrom vertreiben. Nur ist das nicht immer so einfach. Nicht jeder unerfahrene oder Laie erkennt auf Anhieb, wann ein angebotener Stromtarif wirklich frei von Atomstrom oder Strom aus der Herstellung mit fossilen Brennstoffen ist.

Gut, dass es in Deutschland für fast alles ein Gütesiegel gibt. Neben dem Siegel für Bioware und ökologische Ware, der Stiftung Warentest und dem TÜV gibt es nämlich auch ein Gütesiegel für Ökostrom. Mir dem ok-power Siegel werden alle Stromtarife ausgezeichnet, die nachweislich zu einem “zusätzlichen Umweltnutzen” führen.

Im Klartext bedeutet das, dass der Stromanbieter mehr Strom aus erneuerbaren Energien produzieren muss als zuvor und, dass der Anbieter die Herstellung von Strom aus erneuerbaren Energien fördert. Daraus ergeben sich dann drei Gruppen von Anbietern, denen das Siegel zu Teil werden kann. Diese Gruppen kann man hier im Detail nachlesen.

Kurz gefasst bekommt also ein Anbieter nur das Siegel, wenn er sich nachweislich für die Förderung erneuerbarer Energien einsetzt und dann auch nur für Angebote, die ausschließlich Ökostrom anbieten. Ein Beispiel wäre da zum Beispiel der Berlin Natur Privatstrom von Vattenfall, der aus rein regenerativen Energiequellen gewonnen wird.

Das Siegel wird von dem Verein Energie Vision e.V. verliehen. Den Verein gibt es seit dem Jahr 2000 und seit neustem setzt er sich auch europaweit unter dem Kürzel EUGENE für allgemeine Ökostrom Standards ein. Hier sehe ich auch noch viel Potenzial und hoffe auf einen großen Zuspruch für dieses noch sehr junge Netzwerk.

das E-Auto..


19 Nov

Nach dem E-Herd, der E-Lok und vielen anderen Erfindungen soll nun auch das E-Auto Serienreif werden. Das liest sich zumindest aus der Bilanz für die Autoindustrie im Jahr 2010. Auf allen einschlägigen Messen wurden neue Hybrid- und Elektroautos vorgestellt, doch wirklich serienreif war da keins.

Das soll sich nun aber ändern. Mit seinem spektakulären Börsengang kündigte der US Autobauer General Motors gestern an, das erste serienmäßige Elektroauto auf den Markt zu bringen. Das Auto soll bis zu 75 min. nur mit Strom fahren und erst dann auf einen normalen Benzinmotor umstellen. Für den Stadtverkehr würden diese 75 min. sicher ausreichen, aber für Pendler und Vielfahrer ist das wohl zu wenig. Aber immerhin: ein kleiner Schimmer am Horizont ist es schon.

Es gibt ja schon mehrere Hybridfahrzeuge und der Unterschied zu denen ist mir immer noch nicht ganz klar. Die Hybridfahrzeuge, wie sie zum Beispiel Toyota herstellt, fahren nur bis zu einer Geschwindigkeit von 50 km/h mit dem Elektromotor und schalten dann auf den Ottomotoer um, aber was genau da jetzt der Unterschied zu dem E-Auto von GM sein soll, weiß ich nicht.

Ich bin jedenfalls ein großer Befürworter dieser Entwicklung. Allerdings bin ich das auch nur, solange auch die Entwicklung von regenerativen Energien weiter gefördert wird. Wenn nämlich ein E-Auto mit Atomstrom fährt, ist es am Ende auch nicht viel besser als ein Benziner oder Diesel. Wann werden wohl die ersten Tankstellen ihre Zapfsäulen mit Steckdosen versehen?

Egal wie, es wird Zeit für eine Alternative zum Benzin und darum immer her mit neuen E-Autos!!

Vorsicht bei den Heizkosten


16 Nov

Ich habe heute etwas unglaubliches gehört, das ich hier sofort preisgeben möchte. Ich denke, dass es vielen so geht, dass sie in ihren Zimmern Heizrohre haben, die in die Wohnungen darüber führen. Ich jedenfalls habe das Glück, solche Rohre zu haben. Sobald jemand über mir heizt, werde diese Rohre heiß, und spenden mir kostenlose Heizwärme (immerhin habe ich momentan konstante 21 ° C in meinem Zimmer, ohne meine Heizkörper jemals angemacht zu haben.)

Nun hat mir aber eine Freundin erzählt, dass ihr Vermieter plötzlich die Wärme, die von den Rohren in in Zimmer strahlt, zu den Heizkosten berechnet und ihr sogar einen Messer an die Rohre geschraubt hat. Das finde ich wirklich unglaublich. Seine Argumentation, die sogar vor Gericht Bestand haben wird, lautet, dass sie ja von der Wärme profitiert, die durch die Rohre fließt, weshalb sie sie auch bezahlen darf.

Nun hat sie die Wahl, die Rohre zu isolieren, damit die Wärme ungebremst in die oberen Wohnungen geleitet wird oder eben zu bezahlen. Das Gemeine daran ist ja, dass sie diese Wärme nicht regulieren kann. Das heißt, dass selbst jemand,. der den ganzen Winter friert, um keine Heizkostennachzahlung zu haben, trotzdem die Rohrwärme bezahlen könnte. Wie ich finde eine absolute Frechheit. Und man kann sich mal wieder nicht wehren.

Das erinnert mich an die neu entflammte Diskussion um die Mietminderung. Die FDP will ja das Gesetz, nachdem es einem Mieter möglich ist, Mietminderung zu beantragen, kippen. Also wird man als Mieter vielleicht bald gar keine Rechte mehr haben und muss sich den Launen des Vermieters fügen. Wenn man nicht mal mehr das Mittel des Mietminderung hat, wei0ß ich gar nicht mehr, wie man gegen die Willkür mancher Vermieter vorgehen soll- seien es unbeeinflussbare Heizkosten oder fehlendes Warmwasser oder was auch immer.

Meine Freundin wird nun ihre Rohre isolieren und ich hoffe, dass dieser neue Trend nicht bis zu meinem Vermieter vordringt, denn dann ist es vorbei mit den molligen 21 ° C.

RTL stärkt Atomlobby!


16 Nov

Gestern habe ich mir selbst einen Ruhetag verordnet und wie sich das an so einem Tag gehört, habe ich erst einmal lange ausgeschlafen, ausgiebig gefrühstückt und dann ein wenig gelesen. Als mir das dann aber zu anstrengend wurde, habe ich den Fernseher angemacht, um mich ein wenig berieseln zu lassen.

Bei mir ist das mit dem Fernsehen gar keine so leichte Sache. Ich habe nur einen DVB T Empfänger, bei dem es Glückssache ist, wenn man mal ein Programm fehlerfrei empfängt. Gestern hatte ich dieses “Glück” mit RTL und war entsetzt. Zugegeben, man erwartet ja selten etwas von dem privaten, der sich offensichtlich auf die Befriedigung niederer Instinkte konzentriert, aber gleich 2 Beiträge pro Atomlobby fand selbst ich etwas zu viel des Guten.

Zunächst wurde in einem dieser “Starmagazine”, in denen jede Pustel der Prominenten bis aufs kleinste Detail untersucht wird, über Charlotte Roche und ihr unmoralisches Angebot hergezogen. Das fand ich auch zunächst nicht so verwerflich. Zur Erinnerung: die Moderatorin und Autorin hatte unserem Bundespräsidenten Christian Wulff Sex angeboten, wenn dieser ein Veto gegen die Laufzeitverlängerung einlegt. Ich persönlich finde das sehr witzig und öffentlichkeitswirksam, weshalb es eben auch logisch ist, dass in solchen Magazine darüber hergezogen wird.

Der Hammer kam dann aber in einem Beitrag, der im Zuge der Nachrichten ausgestrahlt wurde. Hier wurde mit einer sehr eindeutigen Subjektivität aufgezeigt, wie teuer eigentlich der Strom aus regenerativen Energien ist und wie viel günstiger im Vergleich der Atomstrom. Grund für diese Annahmen waren die langen Transportwege des Stroms aus erneuerbaren Quellen. Da wurden dann ein Strommastbauer und ein Bürgermeister im Ruhrpott interviewed, die sich über die Kosten beschwerten, die die Anlieferung der Windenergie aus Norddeutschland verursache.

Also mal ganz ehrlich: würden die sich in NRW mal ein paar dieser Windräder zulegen, wäre dieser Umweg sinnlos. Aber gut, es ist eben RTL. Ich habe jedenfalls wutentbrannt meinen Fernseher aufgemacht und wieder gelesen.

Wir können uns doch gar keinen Ausstieg leisten..


12 Nov

Normalerweise bin ich mit Dingen, die über Greenpeace publiziert werden, etwas vorsichtig, aber bei diesem Beitrag hat es selbst mir die Sprache verschlagen! Greenpeace hat nachrechnen lassen, wie hoch die staatlichen Subventionen beim Atomstrom sind. Hier findet sich eine Erklärung zum Begriff Subvention, falls jemand jetzt nicht genau weiß, was es bedeutet.

Greenpeace hat einfach mal zusammengerechnet, wie viel Geld der Bund insgesamt schon für den Atomstrom ausgegeben hat oder anders: wie viele unserer Steuergelder schon in dessen Förderung flossen. Und wenn ich diese Zahlen so lese, wird mir ganz schwindelig. Laut Greenpeace sollen nämlich schon mehr als 240 Mrd. Euro als Subventionen in die Atomindustrie geflossen sein.

Das umfasst die Förderung der Forschung, die Kosten für die Endlager Asse II und Morsleben sowie die Stilllegung der ostdeutschen Kraftwerke. Hochgerechnet auf den Strompreis bedeutet das eine staatlich Förderung von 4,3 Cent pro Kilowattstunde. Im Vergleich dazu werden bei der Umlage und Förderung von Strom aus regenerativen Energien nur 2 Cent pro KWH subventioniert.

Jetzt versteht ihr auch, warum mir schwindelig geworden ist. Das bedeutet nämlich, dass Atomstrom zumindest für den Staat der teuerste Strom ist. Von wegen billig! Vielleicht ist ja die Produktion nicht teuer, aber der Rattenschwanz an Kosten, den die Produktion nach sich zieht, wird gern mal unter den Tisch gekehrt.

Und wenn man sich vorstellt, was ein Ausstieg aus der Atomkraft erst kosten würde. Dann müssen wir ja alle Kraftwerke ordnungsgemäß stilllegen, was laut Greepeace nochmal gut 100 Mrd. Euro kosten würde. Wir befinden uns hier in einem Teufelkreis! Keiner will die Atomkraft, aber einen Ausstieg können wir uns gar nicht leisten.

Das ist eine sehr missliche Lage, aus der man wohl noch keinen Ausweg gefunden hat. Jedenfalls würden diese schwindelerregenden Zahlen die Laufzeitverlängerung besser erklären als jeder andere Ansatz.

Wer sich jetzt für die genauen Zahlen interessiert, die Greenpaece bei den Untersuchungen herausgefunden hat, kann hier nachlesen. Aber Vorsicht: Das ist nichts für schwache Nerven!

Gorleben: eine Bilanz


09 Nov

Ich war ja am Wochenende im Wendland und habe so einiges erlebt. Wenn auch die Sonne nicht schien, so hat doch leider etwas anderes für sie gestrahlt. Ich finde es ja immer wieder witzig (aber auch mindestens genauso traurig), dass felsenfest behauptet wird, von den Containern auf dem Zug ginge keine Gefahr aus, man dann aber alle Polizisten mit Strahlenmessgeräten sieht und meine Freundin extra noch gefragt wurde, ob sie denn schwanger sei und wenn ja, dass sie dann doch bitte die Demo meiden solle. Aus Vorsorge natürlich.

Wenn man so etwas sieht, weiß man doch sofort wieder, wogegen man protestiert. Schließlich enthält jeder Castor mehr radioaktives Material, als bei der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl freigesetzt wurde. Das muss man sich einmal vorstellen. In Russland sind heute noch die Wälder verseucht und da ist weniger ausgetreten, als in einem einzigen Container überhaupt enthalten ist! Es ist ja nichts zu 100 Prozent sicher und deshalb müssen diese Transporte aufhören. Stellt euch doch einfach mal vor, was passiert, wenn nur ein einziger dieser Castor (wie ist da eigentlich die Mehrzahl?) kaputt geht.

Der Protest war dieses Mal absolut überwältigend. Es kamen so viele Menschen (ich habe in der Zeitung von 40 000 gelesen), um ihrem Unmut über die Atompolitik der Regierung Luft zu machen. Ich empfand den Protest als sehr friedlich, was sicherlich daran lag, dass ich nicht mitbekommen habe, was an den Gleisen passierte. Meine Freundin ist ein wenig ängstlich, weshalb wir uns nur im Bereich der Großdemo aufgehalten haben. Aber auch hier habe ich viele nette Bekanntschaften gemacht und verbündete gefunden. Ich konnte wirklich gut über mein Lieblingsthema Energie diskutieren und habe einige neue Erkenntnisse mitgenommen.

Für mich hat sich die Demo in jedem Fall gelohnt, weil dieser Massenprotest ein eindeutiges Zeichen gegen die Atomkraft gesetzt hat, weshalb meine Bilanz positiv ausfällt.

Wendland, wir kommen!


05 Nov

Für das Wochenende sind wieder Großdemos im Wendland geplant. Für alle Verschlafenen hier noch einmal kurz zur Erklärung: das Wendland ist die Region, in der sich das Atommülllager Gorleben befindet, in das an diesem Wochenende wieder Castor Transporte rollen sollen.

Und eben aus diesem Grund kündigten sich für das Wochenende über 30 000 Menschen an, das Wendland zu bevölkern und ihrem Ärger über die Lagerung von hochgiftigem Müll in Deutschland Luft zu machen. Da ich an diesem Wochenende sowieso nichts besseres zu tun habe, werde ich mich wohl auch nach Niedersachsen begeben, um gegen die Atomlobby Stellung zu beziehen.

Ich hatte hier ja meine Meinung zu Atomstrom schon das ein oder andere Mal geäußert und ich finde, dass diese Demonstration ein sehr, sehr eindeutiges Zeichen in Richtung Bundesregierung sein kann. So können wir als Bürger zeigen, dass wir keine Lust mehr auf die Beschlüsse der Regierung über unseren Kopf hinweg bezüglich der Verlängerung der Laufzeiten haben. Ich meine, die längere Laufzeit bedeutet ja nicht nur, dass die Kraftwerke länger in Betrieb sind, auch der unmenschliche und hochgefährliche Uranabbau wird weiter betrieben (ich berichtete darüber) und eben die Einlagerung des Mülls wird verlängert. Darüber wird in der Werbung, die den Atommüll als ach so saubere Alternative beschreibt, nämlich nichts gesagt!

Zum Glück findet an diesem Wochenende eine Art Massenwanderung von Berlin ins Wendland statt und ich kann mich getrost anschließen an eine der zahlreichen Mitfahrgelegenheiten. Ich hoffe wirklich sehr, dass der Protest dieses Mal gehört wird und wir etwas erreichen können. Und an alle, die nicht dabei sein können: Unterstützt undere Aktionen doch einfach tatkräftig in den sozialen Netzwerken: je mehr darüber geschrieben/gesprochen wird, desto mehr Menschen erreichen wir und wir können dem Atomwahnsinn vielleicht doch noch ein Ende setzen!

energieeffizient bauen..


02 Nov

Ich hatte ja schon das ein oder andere Mal über das energieeffiziente Bauen gesprochen. Nun ist mir beim Surfen aufgefallen, dass solche Bauweisen in Deutschland immer häufiger angewendet werden und das wollte ich hier und heute einfach einmal lobend erwähnen.

Diese Form des Bauens hat ja nicht nur umwelttechnische Vorteile, auch jeder Einzelne profitiert von den neuen Formen der Architektur. Ich haben zum Beispiel letztens gelesen, dass in Bochum ein neuer Bürokomplex geplant wird, der ganz nach den Maßrichtungen der chinesischen Lehre vom Feng Shui errichtet wird. Zugegeben, das Feng Shui Konzept hat mich weniger interessiert als das Energiekonzept des Gebäudekomplexes.

Dank einer effizienten Dämmung und einer Erdwärmeversorgung können die Mieter nämlich bis zu 40 Prozent der Nebenkosten sparen und das ist doch mal ein Angebot, das man schwer ausschlagen kann. Wie funktioniert das nun eigentlich? Erdwärme, wie ich schon einmal kurz erwähnt hatte, ist eine relative neue Form der regenerativen Energien, die aber immer häufiger Verwendet wird (einige Ikea Filialen arbeiten zum Beispiel mit der Technik). Der Vorteil an Erdwärme, wie auch an allen anderen regenerativen Energien ist, dass sie dauerhaft verfügbar und deshalb billig sind.

Durch das Energiekonzept des neuen Komplexes kann so vollständig auf die Nutzung von Öl, Gas und Fernwärme verzichtet werden: man investiert also einmal etwas mehr, kann dafür aber dauerhaft kostenlose Energie nutzen, so dass man im Endeffekt wieder spart. (nämlich bei den Nebenkosten)

Ich befürworte solche Projekte, weil sie einfach die Kosten senken und eben auch die Umweltverschmutzung. Erdwärme ist nämlich sehr Umweltschonend, weil keine CO2 Emission stattfindet und man muss sich ja in Anbetracht der kommenden Ölknappheit intensiv mit Alternativen beschäftigen.

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