Archive for Februar, 2011

eigentlich bin ich gut darin..


18 Feb

..also im heimwerken ;)

Aber manchmal zweifle ich dann doch an meinen Kompetenzen. Gestern Kam mir meine Gardine entgegen. Ich hatte sie erst in liebevoller mühevoller Handarbeit an meiner porösen Altbauwand befestigt und nur ein paar Monate später fällt mir dasd Ding auf den Kopf. War war passiert? Naja, der Putz und der darunter liegende Stein in meiner Wand hatten die Arbeit versagt und so kam die Schraube mit samt Dübel wieder aus meiner Wand.

Ich bin nun aber kein Mensch, der schnell aus der Ruhe zu bringen ist und deswegen habe ich mir Gips besorgt, die Stange in 4 Metern Höhe wieder abmontiert (dabei habe ich sicheren Stand im Fensterbrett gesucht, etwas vergeblich, wie ich eingestehen muss), das Loch mit Gips gefüllt und den Dübel wieder reingesteckt.

Nachdem alles getrocknet war, wollte ich mit dem Akkubohrer nur die Schraube wieder eindrehen und ZACK stand ich im Dunkeln. Da habe ich doch ernsthaft beim Wiedereindrehen ein Stromkabel erwischt und einen Kurzschluss verursacht. Dann musste ich mir abends noch einen Elektriker holen, der meine Wand aufreist, die Kabel flickt und verlegt und dann alles wieder zuspachtelt.

Von Ihm musste ich mir anhören, dass das ja Verlegezone ist und man ohne Strommesser sowieso gleich gar nicht bohren sollte. Da habe ich mir dann die Frage gestellt, ob ich wirklich so auf Energie stehe. Schließlich hat mich der Spaß fast 100 Euro gekostet. So ein herkömmliches Kerzenlicht ist doch auch was feines, oder? Und spart unheimlich viel Geld. Aber ohne Strom geht es dann wohl doch nicht.

Ich habe mir jetzt einen Strommesser besorgt, der anzeigt, wo die Leitungen verlaufen und hoffe, dass ich aus dem Fehler auch was gelernt habe.

Das größte Windrad der Welt


08 Feb

Wo könnte das wohl stehen? Natürlich in Deutschland, dem absoluten Windkraftvorreiter. ich bin ja Windkraft gegenüber immer etwas skeptisch, aber das klingt zur Abwechslung mal nach einer positiven Energiebilanz. In Rheinland-Pfalz hat die Firma Enercon Ende 2010 das größte Windrad der Welt errichtet.

Die Anlage E-126 ist stattliche 131 Meter hoch und aus 2800 Tonnen Stahl errichtet. Das klingt wie ein echter Koloss in meinen Augen. Ich kenne die Anlage leider auch nur von Fotos, die das wahre Ausmaß wohl nie richtig zeigen können. Mich hat vor allem beeindruckt, dass das Windrad fast so viel Leistung wie ein Wasserkraftwerk erbringt. Gut, nun ist die Frage, ob man zu diesem Vergleich ein Mühlrad oder den Dreischluchtenstaudamm gewählt hat, aber es klingt sehr viel versprechend.

E-126 soll bis zu 5000 Drei-Personen-Haushalte versorgen können und das ist doch wieder eine Zahl, mit der ich mehr anfangen kann. Insgesamt klingt das alles sehr positiv. Die Transport und Herstellungskosten sind ja nicht so viel höher als bei herkömmlichen Windkraftanlagen und vielleicht hat diese Form der regenerativen Energien nun doch eine Chance.

Ich bin vor allem gespannt darauf, ob sich das große Windrad auch im Offshore-Bereich beweist, denn nur dort könnte man es wirklich gebrauchen. In Schweden soll noch in diesem Jahr ein entsprechender Park mit E-126 Turbinen gebaut werden.

Freiräume schaffen oder neue Wohnungen?


04 Feb

In meinem Kiez ging es ganz schön zur Sache in den letzten Tagen. Ihr habt ja sicher alle von den Ausschreitungen in Berlin gehört, die aufgrund der Räumung des letzten besetzten Hauses der Stadt losgebrochen sind. Naja, da ich nicht weit weg vom Geschehen wohne und auch selbst, zumindest teilweise mit den Forderungen der Demonstranten übereinstimme, habe ich es mir nicht nehmen lassen, bei der Demo vorbeizuschauen.

Aber lange hat es mich dort nicht gehalten. Kaum war ich da, flogen auch schon die ersten Steine gegen Banken und Bushaltestellen und vor allem gegen Polizisten. Ich finde es persönlich sehr schwierig, ein Thema, dass eigentlich das komplette kulturelle Leben der Stadt berührt, mit Steinwürfen zu debattieren. Natürlich kann man da nicht von Debatte sprechen, das ist mir klar.

Das Grundproblem ist ja, dass die Mieten in der Stadt immer teurer werden, dadurch können es sich immer weniger junge Leute leisten, in den Szenevierteln zu wohnen. Das beste Beispiel ist ja wohl der Prenzlauer Berg, das ehemalige alternative Künstlerviertel, dass jetzt von Familien und Spießbürgern bevölkert wird, die sich beschweren, wenn im Club um die Ecke, in dem sie sich vor ein paar Jahren selbst noch Gott weiß was in die Nase gezogen haben, die Musik zu laut ist.

Dann wird der Club geschlossen und ein Bio-Supermarkt rückt an seine Stelle. Nicht, dass ich was gegen Bio-Supermärkte hätte, aber es geht hier um ein generelles Problem. Besetzte Häuser sind nun mal wie Clubs auch ein Phänomen der Berliner Kultur und sollten auch aus diesem Grund bestehen bleiben. Die Berliner Szene muss nun seit einer Weile miterleben, wie ihr eine Sache nach der anderen weggenommen wird, sei es die berühmte Bar25, die anderen Clubs oder eben die besetzten Häuser.

In der Stadt ist kein Platz mehr für Freiräume, das haben wir gemerkt. Und darum verstehe ich auch die Wut der Menschen, wenngleich beschädigte Autos und Häuser kein adäquater Ansatz zur Meinungsäußerung ist.

schlechter Scherz?


01 Feb

Ich bin eigentlich kein Autofahrer, aber ab und an nutze ich die Mitfahrzentralen, um meine Oma auf dem Land zu besuchen. Das nur zur Vorgeschichte. Was ich damit eigentlich sagen will ist, dass ich am Wochenende Zeuge einen Tankstellenbesuchs wurde und ich verwundert feststellen musste, dass meine Fahrerin für ihren alten Golf Super Plus tanken musste.

Ich sah sie erstaunt an und fragte, weshalb denn das nötig sei und sie erzählte mir, dass an der Tanksäule ein Hinweis bezüglich einen neuen Kraftstoffs stand, der ihr empfahl, lieber Plus statt des neuen Super E10, weil ihr Auto das eventuell nicht verträgt. Das hat mir dann das ganze Wochenede keine Ruhe gelassen und ich habe mich sofort auf Recherche begeben, nachdem ich von Oma zurück kam.

Super E10 ist ein neuer kraftstoff, dem eine bestimmte Menge Bio-Ethanol (10 Prozent logischerweise) beigemischt wurde. Nun könnte man im ersten Moment denken, dass das ja eine gute Sache ist, denn die CO2-Emission, die bei der Produktion von Bio-Ethanol entsteht, ist geringer als beim chemisch hergestellten Substrat. ABER, und dieses Aber schreibe ich bewusst groß, leider ist auch hier nicht alles Gold, was glänzt.

Die Rohstoffe für das Bio-Ethanol müssen ja auch angebaut werden und allein der Bedarf von Deutschland muss auf Feldern angebaut werden, die zusammen gesehen eine Fläche so groß wie Bayern haben. Das heißt, dass bei der CO2-Bilanz auch Transportkosten eingerechnet werden müssen. Und natürlich bedeutet das auch wieder die Rodung von Wäldern.

Hinzu kommt, dass viele ältere Wagen den neuen Kraftstoff nicht vertragen und es womöglich zu Motorschäden kommt. Das kann doch nicht richtig sein? Ich bezweifle momentan jedenfalls noch, dass das neue Super so viel besser ist als der herkömmliche Kraftstoff und ich frage mich inzwischen ganz ehrlich, was nach der Abschaffung des normalen Benzins und jetzt noch des Supers noch auf die Autofahrer zukommt.

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