Archive for März, 2011

Danke!


29 Mrz

Ich war wirklich überwältigt von den vielen, vielen Menschen, die am Samstag zur Demonstration gegen die Atomkraft gekommen sind. Die Morgenpost hat geschrieben, dass unglaubliche 100.000 Menschen an der Demo teilgenommen haben. Das ist eine so unvorstellbar große Zahl. Und hier mal ein kleiner Ausschnitt aus einem Videoportal, damit ihr wisst was ich meine:

 

Die Stimmung war auch wirklich toll. Zum ersten Mal war ich auf einer Anti-Atom-Demo, bei der die Menschen auch tatsächlich das Gefühl hatten, gehört zu werden und etwas erreichen zu können. Ich habe ja jetzt den direkten Vergleich zum Wendland im letzten Jahr. Die Stimmung dort war verbittert und zum Teil auch hoffnungslos. Auf der Demo am Wochenende hatte man dann die Hoffnung der Menschen wirklich gespürt, auch wenn dennoch viele nicht so recht daran glauben, dass die Regierung die alten Meiler nach deren Überprüfung auch wirklich abgeschaltet lässt.

Jedenfalls bin ich sehr erleichtert über die aktuellen Ereignissen in der deutschen Politik, oder was sagt ihr eigentlich zum Wahlergebnis in Baden-Württemberg. Wer hätte das noch vor 3 Wochen gedacht. Schade ist nur, dass dazu erst einmal etwas so furchtbares passieren muss wie in Japan.

Morgen Flagge zeigen!


25 Mrz

Heute nur ein kurzer, dafür aber extrem wichtiger Post von mir: Morgen finden in den deutschen Großstädten die Anti-Atomkraft Demonstrationen statt. Alle wichtigen Informationen könnt ihr auf folgender Website nachlesen:

Anti-Atom-Demo.de

Hier in Berlin startet die Demo um 12 Uhr am Potsdamer Platz und wird sich bis 14 Uhr zur Straße des 17. Juni schlängeln, wo dann in Höhe der Yitzhak-Rabin-Straße in Richtung Siegessäule die Kundgebungen stattfinden. Das sollten dann auch die Langschläfer unter euch schaffen!

Gerade jetzt ist ein Statement von uns gegen die Atomkraft wichtig, denn die Regierung steht massiv unter Druck. Also kommt bitte zahlreich, es ist wichtig, wichtig, wichtig!!!

Ich hoffe, wir sehen uns morgen!

Das Schönste an Berlin..


08 Mrz

..ist, dass man vom Karneval überhaupt nichts mitbekommt. Ich habe gestern nur durch die Nachrichten erfahren, dass ja Rosenmontag ist und wieder sinnlose Mengen von ungenießbaren Süßigkeiten an die viel zu jungen und viel zu betrunkenen Menschenmassen geworfen werden!

Volksfeste in Berlin haben immer Stil, genau wie die Stadt! Nehmen wir zum Beispiel mal den Karneval der Kulturen! Da wirft keiner Kamelle und betrinkt sich bis zur Besinnungslosigkeit, da wird stilvoll gefeiert! Oder nehmen wir den 1. Mai. Ich meine natürlich nicht das, was dann nachts passiert, sondern das Volksfest tagsüber. Ich liebe es, dass jeder einfach einen Tapeziertisch aufstellt und dann alles verkauft, was er kochen, backen oder mixen kann. Da werden sich die Käufer sicher freuen!

Karneval dagegen ist vulgär und zu allem Übel auch noch im Winter! Gut, sie haben jetzt Glück mit dem Wetter, aber für ein ausgefallenes Kostüm ist es dann doch zu kalt. Und sein wir doch mal ehrlich: Wer hat schon einmal eine wirklich lustige Büttenrede gehört? Sowas gibt es doch auch nur im Märchen, oder? Immer, wenn ich früher mit meiner Oma im Fernsehen Karneval gucken musste, bin ich fast eingeschlafen vor Langeweile.

Dabei bietet uns die Politik doch im Augenblick so viele Steilvorlagen und immer noch ist nichts wirklich lustig! Da muss erst der Bruder eines gefallenen Politikers kommen, um zu zeigen, dass man mit Selbstironie durchaus mehr Lacher auf seiner Seite hat.

Naja, ich lobe mir mein Berlin, weil es den Karneval auf der linken Arschbacke absitzt und sich nicht um Beteiligung bemüht! Und einen Trost habe auch ich: Morgen ist alles vorbei!

Was kann man mit einer Kilowattstunde machen?


04 Mrz

Diese Frage versucht gerade das Vattenfallcenter in Berlin zu beantworten. In Berlin ist es ja immer sehr informativ, wenn man mit der U-Bahn fährt. Egal, ob man beim Nachbarn die neuste Musik oder etwas über Politik mithört, ob man U-Bahn TV schaut oder eben die Werbeanzeigen liest.

Zugegeben, diese sind meist eher erheiternd und wenig informativ, aber eine Aktion von Vattenfall hat dann doch meine Aufmerksamkeit erregt. Wie oben schon erwähnt, kann man im Vattenfallcenter jetzt eine Ausstellung besuchen, die sich mit der Frage befasst, was man alles mit einer Kilowattstunde Strom erreichen kann. Zyniker würden nun behaupten, dass diese Frage nur allzu berechtigt ist, wenn man sich die horrenden Preise von Vattenfall für eine einzige Kilowattstunde ansieht (inzwischen immerhin schon über 21 ct).

Ich kann dem schon beipflichten. Man möchte ja schon etwas geboten bekommen für sein Geld. Aber mal ernsthaft: die Aktion dient natürlich nicht nur dazu, um die Preise zu rechtfertigen, sondern soll auch zeigen, wie man seinen Strom optimal nutzen kann, um die Umwelt und den Geldbeutel zu schonen.

Die Ausstellung:

Als Besucher kann man nicht nur erfahren, wie eine Kilowattstunde Strom hergestellt wird, sondern auch, was sie alles leisten kann. Zusätzlich wird anhand verschiedener Beispiele ( Freizeit, Beruf etc) gezeigt, wie man so eine Kilowattstunde effektiv nutzen kann. Dann gibt es auch noch ein paar Highlights für Kinder. So kann man selbst zum Stromerzeuger werden und eine Glühbirne zum leuchten oder ein Radio zum spielen bringen.

Was ich besonders gut finde ist, dass sich jeder Besucher kostenlos Strommessgeräte ausleihen kann, um zu testen, wie viel Strom die Haushaltsgeräte eigentlich verbrauchen. Das sollte doch den ein oder anderen zum Nachdenken animieren.

Allerdings muss ich bei aller Euphorie eins festhalten: Vattenfall sind immer noch nicht meine Freunde und werden es so schnell auch nicht werden.

Das Energieblog

Energie sparen geht alle an