Mit Fusionskraft sorglos in die Zukunft?

16 Apr

Spätestens seit Fukushima sind viele, vor allen Dingen Deutsche, über Kernenergie besorgt. Das Problem ist die Sicherheit und die Sauberkeit. Der Radioaktive Müll ist vielen ein Dorn im Auge. Wenn es doch nur einen Weg gäbe den Müll sicher zu beseitigen und die Reaktoren ohne Probleme in kritischen Situationen zu betreiben.

Die frohe Botschaft: Es gibt sie! Die schlechte Nachricht: Wir sind noch mindestens 30 Jahre entfernt sie kommerziell einsetzen zu können.

Das Prinzip ist einfach: Wir nutzen die gleiche Energiequelle die unsere Sonne nutzt: Kernfusion.

In heutigen Kernreaktoren werden sehr schwere Atomkerne gespalten.
Dabei wird Energie frei, die dann genutzt werden kann. Bei der KernFUSION werden zwei leichte Atomkerne benutzt, im Fall der Sonne Wasserstoffkerne, die dann zu schwereren Kernen verschmolzen werden.
Dabei wird pro Atomkern eine viel größere Energiemenge frei als bei der KernFISSION (Spaltung). Die Krux ist, es werden unvorstellbar hohe Energien benötigt um den Prozess in Gang zu bringen. Genau gesagt, etwa 500 Millionen Grad Celsius. Man kann sich vorstellen, dass dies die Ingenieure vor extreme technische Herausforderungen stellt.

Das Potential dieser Energiequelle kann jeder nur erahnen, wenn er in den Himmel guckt und von der 150 Millionen Kilometer entfernten Sonne geblendet wird.

Gibt es nicht doch einen Haken?
Zumindest keinen Erkennbaren. Die Rohstoffe Deuterium und Tritium (Formen des Wasserstoffs) können, im Vergleich zu Uran, relativ einfach produziert werden, Abfallstoff ist Helium, ein Element das nicht schädlich ist und sogar knapp wird jedoch wichtig ist für technische Produkte … und lustige Fistelstimmen. Sobald ein Problem im System wäre, das ganze also außer Kontrolle gerät, brauch man nur das Magnetfeld in dem das Gas gehalten wird abschalten und der Prozess kommt zum erliegen. Es ist also ganz das Gegenstück zur Kettenreaktion die Basis jedes Kernreaktors und von Atombomben ist und diese so gefährlich macht.

Es gilt also “nur” noch die Technik kommerziell nutzbar zu machen.
Heute, nach etwa 50 Jahren Forschung, gibt es etwa 3 Forschungszentren die einen Reaktor haben. Zwei in Frankreich und einer in den USA.
Obwohl die Maschinen jedoch so viel Energie wie eine ganze Stadt brauchen, haben sie bisher nur geschafft die Energie die verbraucht wurde wieder zu produzieren. Dies ist jedoch schon ein enormer Erfolg.

Wir warten auf den Durchbruch, wenn ein Reaktor ein Vielfaches von seinem Input an Energie produziert…

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