Archive for the ‘Atomkraft’ Category

Was passiert eigentlich mit alten Reaktoren?


24 Nov

In Deutschland gibt es 17 Atomkraftwerke, die ausnahmslos bis 2022 abgeschaltet sein sollen. Bis dahin ist, laut unserer Regierung, die ausreichende Stromversorgung durch erneuerbare Energien sichergestellt. Das heißt für uns, die Bevölkerung, aber nicht, das wir dann keinen Strom sparen sollen – im Gegenteil die Strompreise sinken durch den Atomausstieg sicher nicht. Aber was passiert mit den alten Reaktoren?

Uran-Spaltung stoppen

Der erste Schritt beim Abschalten eines Atomkraftwerks, ist die Stoppung der Uran-Spaltung. Dazu sind in das Becken der Brennstäbe sogenannte Steuerstäbe einzuführen, die die für die Uran-Spaltung verantwortlichen Neutronen einfangen. Damit ist die Kettenreaktion zur Erzeugung von Energie unterbrochen. Die Brennstäbe bleiben jedoch auch in einem heruntergefahrenen Atomkraftwerk so heiß, dass sie bis zu fünf Jahre in einem Abklingbecken, das sich außerhalb des Reaktors befindet, abkühlen müssen. Nur so lassen sich das Schmelzen der Brennstäbe und die damit verbundene Freisetzung von Radioaktivität vermeiden.

Während dessen kann der Rückbau beginnen. Rückbau heißt in diesem Fall, das Kraftwerk soll restlos verschwinden und am Ende soll, im Idealfall, eine grüne Wiese stehen. Das kann allerdings bis zu zehn Jahre Dauern und es entstehen Kosten zwischen 400 und 500 Millionen Euro.

Wiederverwertung der Rückbaumasse

Für den Rückbau sind natürlich unbedingt Firmen erforderlich die, die sich mit der Demontage von Industrieanlagen im Allgemeinen und der Demontage von Atomkraftwerken im Speziellen, auskennen. Diese Spezialisten wissen auch, welche Teile des Atomkraftwerks verstrahlt sind und welche sich, ohne Risiko, wieder verarbeiten lassen. Im Normalfall ist etwa lediglich ein Prozent der Baumasse, die in erster Linie aus Metall und Beton besteht, radioaktiv belastet.

Die Sache mit dem Atomausstieg..


14 Apr

So gut es auch klingt, es sollte inzwischen jedem bewusst sein, dass das mit dem Atomausstieg nicht in den nächsten 3 Monaten geschehen muss. Auch ich musste diese Tatsache schmerzlich feststellen, als ich begann, mich intensiver mit der Thematik auseinanderzusetzen. Morgen treffen sich nun alle Ministerpräsidenten der Länder und die Bundesregierung hier in Berlin, um über die Konditionen eines Atomausstiegs zu debattieren. Ich bin natürlich mehr gespannt, was bei diesem Treffen rauskommt.

Fakt ist, dass einer schnellen Wende in der Energiepolitik einige Steine im Weg liegen, die so einfach nicht beseitigt werden können. Da wäre zum einen das Gefälle zwischen Nord und Süd beim Thema Windkraft. Der flache Norden ist natürlich wesentlich besser für Windparks geeignet und diesbezüglich auch schon gut erschlossen. Die Frage ist also, wie man den dort produzierten Strom möglichst elegant und verlustfrei in den Rest der Republik transportieren kann. Und ich glaube ehrlich gesagt kaum, dass die Anwohner sich freuen, wenn eine kilometerlange Überlandleitung quer durch ihren Garten führt. Das lässt sich mancherorts dann aber einfach nicht vermeiden. Hinzu kommt, dass es immer noch keine angemessene Lösung zur Speicherung des produzierten Stroms gibt. Ein Kohlekraftwerk kann entsprechend hoch- und runtergefahren werden, aber ohne göttliche Fähigkeiten wird dies bei Windkraft misslingen.

Die ganze Hoffnung der Fachwelt liegt, so konnte ich es herauslesen, nun in der Errichtung von Pumpspeicherwerken. So könnte durch das Pumpen von Wasser in ein hoch gelegenes Becken die Energie gespeichert werden. Allerdings, und das fällt dem engagierten Leser sicher sofort auf, gibt es solche Pumpspeicherwerke noch gar nicht. Damit rückt eine schnelle und effektive Energiewende in weite Ferne.

Nun bleibt vorerst nur das Hoffen auf die Ergebnisse des Treffens morgen in Berlin und ich befürchte, dass wir enttäuscht werden.

Und so ganz nebenbei auch was positives. Vorhin habe ich beim surfen einen richtig interessanten Energie und Klima BLOG entdeckt. Vorbeischauen lohnt sich …

 

Danke!


29 Mrz

Ich war wirklich überwältigt von den vielen, vielen Menschen, die am Samstag zur Demonstration gegen die Atomkraft gekommen sind. Die Morgenpost hat geschrieben, dass unglaubliche 100.000 Menschen an der Demo teilgenommen haben. Das ist eine so unvorstellbar große Zahl. Und hier mal ein kleiner Ausschnitt aus einem Videoportal, damit ihr wisst was ich meine:

 

Die Stimmung war auch wirklich toll. Zum ersten Mal war ich auf einer Anti-Atom-Demo, bei der die Menschen auch tatsächlich das Gefühl hatten, gehört zu werden und etwas erreichen zu können. Ich habe ja jetzt den direkten Vergleich zum Wendland im letzten Jahr. Die Stimmung dort war verbittert und zum Teil auch hoffnungslos. Auf der Demo am Wochenende hatte man dann die Hoffnung der Menschen wirklich gespürt, auch wenn dennoch viele nicht so recht daran glauben, dass die Regierung die alten Meiler nach deren Überprüfung auch wirklich abgeschaltet lässt.

Jedenfalls bin ich sehr erleichtert über die aktuellen Ereignissen in der deutschen Politik, oder was sagt ihr eigentlich zum Wahlergebnis in Baden-Württemberg. Wer hätte das noch vor 3 Wochen gedacht. Schade ist nur, dass dazu erst einmal etwas so furchtbares passieren muss wie in Japan.

Morgen Flagge zeigen!


25 Mrz

Heute nur ein kurzer, dafür aber extrem wichtiger Post von mir: Morgen finden in den deutschen Großstädten die Anti-Atomkraft Demonstrationen statt. Alle wichtigen Informationen könnt ihr auf folgender Website nachlesen:

Anti-Atom-Demo.de

Hier in Berlin startet die Demo um 12 Uhr am Potsdamer Platz und wird sich bis 14 Uhr zur Straße des 17. Juni schlängeln, wo dann in Höhe der Yitzhak-Rabin-Straße in Richtung Siegessäule die Kundgebungen stattfinden. Das sollten dann auch die Langschläfer unter euch schaffen!

Gerade jetzt ist ein Statement von uns gegen die Atomkraft wichtig, denn die Regierung steht massiv unter Druck. Also kommt bitte zahlreich, es ist wichtig, wichtig, wichtig!!!

Ich hoffe, wir sehen uns morgen!

Klimaschützer? ich lache!!


15 Dez

obwohl, vielleicht sollte ich doch eher weinen. Gestern bin ich seit langem mal wieder am Berliner Hauptbahnhof vorbeigekommen und als ich so im Zug saß und darauf wartete, dass er endlich weiter fährt, entdeckte ich ein überdimensional großes Plakat, das ich schlicht als Frechheit bezeichnen würde. Ich beschreibe das mal kurz: die große Überschrift, die sofort auffällt, lautet: Klimaschützer unter sich. Dann schaut man auf das Bild. Zu sehen ist eine Windkraftanlage im Vordergrund  und im Hintergrund ein Atomkraftwerk.

Mein Schock dauerte eine Weile an und dann konnte ich mich erst auf den Urheber dieses Plakats konzentrieren. Das deutsche Atomforum, wer auch sonst! Jetzt mal ganz ehrlich: wer soll das denn glauben? Gut, der CO2-Ausstoß des Kraftwerks selbst mag vielleicht gleich null sein, wer aber nur einen Zentimeter weiter denkt, der weiß, dass ein Atomkraftwerk längst nicht so sauber ist, wie es vielleicht auf den ersten Blick scheint.

Ich hatte ja schon einmal über die angebliche Sauberkeit von Atomstrom geschrieben (hier nachzulesen). Neben dem Abbau kommen ja auch noch Transportkosten hinzu. Das wirklich unter unmenschlichen Bedingungen abgebaute Uran muss ja dann auch noch an den Ort der Verarbeitung transportiert werden. Das fällt bei regenerativen Energien weg. Wind gibt es überall. Damit ist der erste Vergleich schon hinfällig.  Dann muss das aufgebrauchte radioaktive Zeug ja auch wieder abtransportiert werden. und wenn man jetzt mal zusammenrechnet, dass auch das Emissionen verursacht, frage ich mich, wie man da von Klimaschützern sprechen kann.

Ich hoffe sehr, dass sich niemand von diesem ärmlichen Versuch des Atomforums blenden lässt. Klimaschützer! Lächerlich! Ich schütze doch das Klima nicht, wenn ich hoch radioaktiven Müll irgendwo verbuddle oder ihn noch schlimmer in einer grünen Halle irgendwo in der Pampa lagern. Ernsthaft. Aber gut, jetzt habe ich mich darüber gründlich ausgelassen, jetzt geht es mir wieder etwas besser.

RTL stärkt Atomlobby!


16 Nov

Gestern habe ich mir selbst einen Ruhetag verordnet und wie sich das an so einem Tag gehört, habe ich erst einmal lange ausgeschlafen, ausgiebig gefrühstückt und dann ein wenig gelesen. Als mir das dann aber zu anstrengend wurde, habe ich den Fernseher angemacht, um mich ein wenig berieseln zu lassen.

Bei mir ist das mit dem Fernsehen gar keine so leichte Sache. Ich habe nur einen DVB T Empfänger, bei dem es Glückssache ist, wenn man mal ein Programm fehlerfrei empfängt. Gestern hatte ich dieses “Glück” mit RTL und war entsetzt. Zugegeben, man erwartet ja selten etwas von dem privaten, der sich offensichtlich auf die Befriedigung niederer Instinkte konzentriert, aber gleich 2 Beiträge pro Atomlobby fand selbst ich etwas zu viel des Guten.

Zunächst wurde in einem dieser “Starmagazine”, in denen jede Pustel der Prominenten bis aufs kleinste Detail untersucht wird, über Charlotte Roche und ihr unmoralisches Angebot hergezogen. Das fand ich auch zunächst nicht so verwerflich. Zur Erinnerung: die Moderatorin und Autorin hatte unserem Bundespräsidenten Christian Wulff Sex angeboten, wenn dieser ein Veto gegen die Laufzeitverlängerung einlegt. Ich persönlich finde das sehr witzig und öffentlichkeitswirksam, weshalb es eben auch logisch ist, dass in solchen Magazine darüber hergezogen wird.

Der Hammer kam dann aber in einem Beitrag, der im Zuge der Nachrichten ausgestrahlt wurde. Hier wurde mit einer sehr eindeutigen Subjektivität aufgezeigt, wie teuer eigentlich der Strom aus regenerativen Energien ist und wie viel günstiger im Vergleich der Atomstrom. Grund für diese Annahmen waren die langen Transportwege des Stroms aus erneuerbaren Quellen. Da wurden dann ein Strommastbauer und ein Bürgermeister im Ruhrpott interviewed, die sich über die Kosten beschwerten, die die Anlieferung der Windenergie aus Norddeutschland verursache.

Also mal ganz ehrlich: würden die sich in NRW mal ein paar dieser Windräder zulegen, wäre dieser Umweg sinnlos. Aber gut, es ist eben RTL. Ich habe jedenfalls wutentbrannt meinen Fernseher aufgemacht und wieder gelesen.

Wir können uns doch gar keinen Ausstieg leisten..


12 Nov

Normalerweise bin ich mit Dingen, die über Greenpeace publiziert werden, etwas vorsichtig, aber bei diesem Beitrag hat es selbst mir die Sprache verschlagen! Greenpeace hat nachrechnen lassen, wie hoch die staatlichen Subventionen beim Atomstrom sind. Hier findet sich eine Erklärung zum Begriff Subvention, falls jemand jetzt nicht genau weiß, was es bedeutet.

Greenpeace hat einfach mal zusammengerechnet, wie viel Geld der Bund insgesamt schon für den Atomstrom ausgegeben hat oder anders: wie viele unserer Steuergelder schon in dessen Förderung flossen. Und wenn ich diese Zahlen so lese, wird mir ganz schwindelig. Laut Greenpeace sollen nämlich schon mehr als 240 Mrd. Euro als Subventionen in die Atomindustrie geflossen sein.

Das umfasst die Förderung der Forschung, die Kosten für die Endlager Asse II und Morsleben sowie die Stilllegung der ostdeutschen Kraftwerke. Hochgerechnet auf den Strompreis bedeutet das eine staatlich Förderung von 4,3 Cent pro Kilowattstunde. Im Vergleich dazu werden bei der Umlage und Förderung von Strom aus regenerativen Energien nur 2 Cent pro KWH subventioniert.

Jetzt versteht ihr auch, warum mir schwindelig geworden ist. Das bedeutet nämlich, dass Atomstrom zumindest für den Staat der teuerste Strom ist. Von wegen billig! Vielleicht ist ja die Produktion nicht teuer, aber der Rattenschwanz an Kosten, den die Produktion nach sich zieht, wird gern mal unter den Tisch gekehrt.

Und wenn man sich vorstellt, was ein Ausstieg aus der Atomkraft erst kosten würde. Dann müssen wir ja alle Kraftwerke ordnungsgemäß stilllegen, was laut Greepeace nochmal gut 100 Mrd. Euro kosten würde. Wir befinden uns hier in einem Teufelkreis! Keiner will die Atomkraft, aber einen Ausstieg können wir uns gar nicht leisten.

Das ist eine sehr missliche Lage, aus der man wohl noch keinen Ausweg gefunden hat. Jedenfalls würden diese schwindelerregenden Zahlen die Laufzeitverlängerung besser erklären als jeder andere Ansatz.

Wer sich jetzt für die genauen Zahlen interessiert, die Greenpaece bei den Untersuchungen herausgefunden hat, kann hier nachlesen. Aber Vorsicht: Das ist nichts für schwache Nerven!

Gorleben: eine Bilanz


09 Nov

Ich war ja am Wochenende im Wendland und habe so einiges erlebt. Wenn auch die Sonne nicht schien, so hat doch leider etwas anderes für sie gestrahlt. Ich finde es ja immer wieder witzig (aber auch mindestens genauso traurig), dass felsenfest behauptet wird, von den Containern auf dem Zug ginge keine Gefahr aus, man dann aber alle Polizisten mit Strahlenmessgeräten sieht und meine Freundin extra noch gefragt wurde, ob sie denn schwanger sei und wenn ja, dass sie dann doch bitte die Demo meiden solle. Aus Vorsorge natürlich.

Wenn man so etwas sieht, weiß man doch sofort wieder, wogegen man protestiert. Schließlich enthält jeder Castor mehr radioaktives Material, als bei der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl freigesetzt wurde. Das muss man sich einmal vorstellen. In Russland sind heute noch die Wälder verseucht und da ist weniger ausgetreten, als in einem einzigen Container überhaupt enthalten ist! Es ist ja nichts zu 100 Prozent sicher und deshalb müssen diese Transporte aufhören. Stellt euch doch einfach mal vor, was passiert, wenn nur ein einziger dieser Castor (wie ist da eigentlich die Mehrzahl?) kaputt geht.

Der Protest war dieses Mal absolut überwältigend. Es kamen so viele Menschen (ich habe in der Zeitung von 40 000 gelesen), um ihrem Unmut über die Atompolitik der Regierung Luft zu machen. Ich empfand den Protest als sehr friedlich, was sicherlich daran lag, dass ich nicht mitbekommen habe, was an den Gleisen passierte. Meine Freundin ist ein wenig ängstlich, weshalb wir uns nur im Bereich der Großdemo aufgehalten haben. Aber auch hier habe ich viele nette Bekanntschaften gemacht und verbündete gefunden. Ich konnte wirklich gut über mein Lieblingsthema Energie diskutieren und habe einige neue Erkenntnisse mitgenommen.

Für mich hat sich die Demo in jedem Fall gelohnt, weil dieser Massenprotest ein eindeutiges Zeichen gegen die Atomkraft gesetzt hat, weshalb meine Bilanz positiv ausfällt.

Wendland, wir kommen!


05 Nov

Für das Wochenende sind wieder Großdemos im Wendland geplant. Für alle Verschlafenen hier noch einmal kurz zur Erklärung: das Wendland ist die Region, in der sich das Atommülllager Gorleben befindet, in das an diesem Wochenende wieder Castor Transporte rollen sollen.

Und eben aus diesem Grund kündigten sich für das Wochenende über 30 000 Menschen an, das Wendland zu bevölkern und ihrem Ärger über die Lagerung von hochgiftigem Müll in Deutschland Luft zu machen. Da ich an diesem Wochenende sowieso nichts besseres zu tun habe, werde ich mich wohl auch nach Niedersachsen begeben, um gegen die Atomlobby Stellung zu beziehen.

Ich hatte hier ja meine Meinung zu Atomstrom schon das ein oder andere Mal geäußert und ich finde, dass diese Demonstration ein sehr, sehr eindeutiges Zeichen in Richtung Bundesregierung sein kann. So können wir als Bürger zeigen, dass wir keine Lust mehr auf die Beschlüsse der Regierung über unseren Kopf hinweg bezüglich der Verlängerung der Laufzeiten haben. Ich meine, die längere Laufzeit bedeutet ja nicht nur, dass die Kraftwerke länger in Betrieb sind, auch der unmenschliche und hochgefährliche Uranabbau wird weiter betrieben (ich berichtete darüber) und eben die Einlagerung des Mülls wird verlängert. Darüber wird in der Werbung, die den Atommüll als ach so saubere Alternative beschreibt, nämlich nichts gesagt!

Zum Glück findet an diesem Wochenende eine Art Massenwanderung von Berlin ins Wendland statt und ich kann mich getrost anschließen an eine der zahlreichen Mitfahrgelegenheiten. Ich hoffe wirklich sehr, dass der Protest dieses Mal gehört wird und wir etwas erreichen können. Und an alle, die nicht dabei sein können: Unterstützt undere Aktionen doch einfach tatkräftig in den sozialen Netzwerken: je mehr darüber geschrieben/gesprochen wird, desto mehr Menschen erreichen wir und wir können dem Atomwahnsinn vielleicht doch noch ein Ende setzen!

Beruft sich Merkel auf die Simpsons?


26 Okt

Ich habe beim Durchstöbern des Internets ein sehr lustiges Wahlplakat gefunden. Zu sehen sind Angela Merkel und Montgomery Burns, der fiese Charakter der Kult-Serie “Die Simpsons“. Als Slogan kann man dann “Wir wählen die Atomkraft” lesen. Ich bezweifle zwar stark die Echtheit dieses Plakats, aber irgendwie fasziniert es mich.

Auch wenn es ein Fake ist, spricht es doch in etwa das aus, was unsere Regierung darstellt: eine absolute Lobby für Atomkonzerne. Ich hatte mich ja schon das ein oder andere Mal über Atomkraft und ähnliches Ausgelassen und finde einfach, dass dieses Plakat alles gut zusammenfasst. Wieso? Nun ja, wir haben auf der einen Seite die deutsche Kanzlerin, die sich in letzter Zeit des Öfteren für die Atomlobby stark gemacht hat und auf der anderen Seite die Comicfigur Mr. Burns, die jeder als skrupellosestes Mitglied eben dieser Lobby kennt. Wir haben also eine sehr gelungene Symbiose und ich glaube, beide würden sich sehr gut verstehen ;)

Die Simpsons sind moderne Satire in einem für einen Großteil der Bevölkerung und es ist sicher kein Zufall, dass ausgerechnet in dieser Serie die Atomkraft zu einer guten Sache stilisiert wird. Die Macher haben schon vor 20 Jahren erkannt, dass dieses Thema eine hohe Brisanz hat und in der Öffentlichkeit diskutiert werden muss. Und leider hat sich zu damals nicht viel geändert. Wieder und wieder kommt die Atomkraftdiskussion auf und wird wohl in den nächsten Jahren nicht aufhören.

Nun sind erneute Streiks gegen das Endlager in Gorleben geplant und ich bin gespannt, wie viele Menschen dieses Mal teilnehmen werden. Bewirken werden die Gegner zwar nicht viel, aber sie beziehen Stellung und das ist wichtig. Stellung gegen unsere Regierung, die Gorleben privatisieren will und sich somit der Verantwortung entzieht: zum Leidwesen der Bevölkerung.

Traurig aber wahr: die Simpsons sind aktuell wie nie zuvor.

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